MDK Reformgesetz

Mit Inkrafttreten der Ergänzungsvereinbarung sowie aktuellen Fassung der Festlegungen über die näheren Einzelheiten zur bundesheitlichen quartalsbezogenen Auswertung, gelten folgende Regelungen:

Rechnungskorrektur

Eine nach der MD-Prüfung erforderliche Rechnungskorrektur muss vom KH innerhalb von 8 Wochen nach dem Zugang der leistungsrechtlichen Entscheidung erfolgen. Eine Rechnungskorrektur hat der MD dann bei der Prüfung zu berücksichtigen, wenn diese 8 Monate nach Einleitung/Erweiterung der Prüfung vorgenommen wurde.

Fristenverlängerung

Die Frist zur Übersendung der zur Prüfung erforderlichen Unterlagen an den MD beträgt 28 Wochen. Diese beginnt mit der Unterlagenanforderung.

Anfragefrist

4 Monate nach Rechnungsstellung des Krankenhauses, darf die Krankenkasse einen Fall nachfragen.

Schlussrechnungen

Hinsichtlich der Ermittlung der Anzahl von Schlussrechnungen beharrt der GKV-SV grundsätzlich auf seiner Auffassung, dass Rechnungskorrekturen, die in einem späteren Quartal erfolgen, erneut zu zählen sind. Rechnungskorrekturen zur Umsetzung von Ergebnissen einer MD-Prüfung werden – unabhängig von ihrem Eingang bei der Krankenkasse – jedoch nicht erneut gezählt.

Leistungsentscheid

Der Zeitraum hinsichtlich des Eingangs von Leistungsentscheiden wurde mit der Ergänzungsvereinbarung auf 16 Monate erweitert.

Unterlagenübermittlung

Bei bestehenden Unterlagenanforderungen erhöht sich die Frist zum Dokumentenversand auf 28 Wochen.

Prüfquote

Aktuell dürfen 5 % der pro Quartal eingegangenen Schluss­rechnungen durch die Krankenkasse geprüft werden. Die Errechnung der Prüfquote für Q1 2020 bezieht sich auf die Schlussrechnungen aus Q3 2019, die Errechnung der Prüfquote für das laufendende Q2 2020 bezieht sich auf die Schlussrechnungen aus Q4 2019.

 

Aktualisierung vom 16.10.2020:

Auf Grundlage des Rundschreibens des Bundeministeriums für Gesundheit, vom 07.10.2020 kam es zu einer Klarstellung des Ablaufs zur Prüfquotenermittlung. Hierbei erläutert das BmfG dass bei einer Prüfungseinleitung in den Jahren 2020 (5%) und 2021 (12,5%) die Prüfquote des Quartals anzuwenden ist, in dem die Rechnung eingegangen ist.

Das bedeutet, anhand der gültigen Prüfquote ergibt sich (z.B. 2020 5% der abgerechneten Fälle) die maximal Prüfzahl innerhalb eines Quartals. Für diese Fälle darf anschließend nach der bestehenden Anfragefrist (aktuell 4 Monate) auch Quartalsübergreifend eine Prüfung eingeleitet werden.

Trotz der quartalsübergreifender Anfragemöglichkeit, werden diese Fälle dennoch rückwirkend zum abgerechneten Quartal gezählt.

Die geänderte Logik zur Prüfquotenermittlung steht Ihnen ab den folgenden Versionen zur Verfügung.

AMONDIS Version 09.08.17

Celonis Version 1.0.28

Für einen Updatetermin, können Sie sich jederzeit mit unserem Support in Verbindung setzen.

Wir sind vorbereitet: Mit dem AMONDIS MDK-Kostenträger Dialog arbeiten Sie problemlos mit den neuen gesetzlichen Gegebenheiten!


Für Bestandskunden

Für Bestandskunden des AMONDIS MDK-Kostenträger Dialogs müssen Prozessarten und Fristen im Modul neu parametriert werden.

Um die Änderungen eigenständig durchzuführen, folgen Sie der Anleitung aus unserer Klickliste.

In unseren aktuellen Klickliste beachten wir die Systemanpassungen aufgrund der Ergänzungsvereinbarung zur Übergangsvereinbarung PrüfvV, die im Rahmen der aktuellen Situtation (COVID-19) verabschiedet wurden.

Die Anpassungen können ab den folgenden AMONDIS-Versionen durchgeführt werden:

Version 8 – 08.09.29

Version 9 – 09.04.34

Sofern Sie die notwendigen Anpassungen im AMONDIS MDK-/Kostenträgerdialog durch uns beauftragen, führen wir die Anpassungen in Abstimmung mit Ihnen durch.

Für Neukunden

Das Modul bietet eine umfassende und zielorientierte Lösung zur Bearbeitung eingehender MD-Anfragen sowie Konzipierung von Auswertungen. Dabei wird die Fristenprüfung der MD-Fälle an die neuen gesetzlichen Richtlinien angepasst.

Sie sind interessiert am AMONDIS KT-Dialog und möchten mehr Informationen?
Nehmen Sie gerne jederzeit Kontakt mit uns auf!

Weitere Prüfungsvereinbarungen sollen getroffen werden.

Das MD-Reformgesetz wird weiterhin von einem kontinuierlichen Wandel der festgelegten Regelungen geprägt sein.

Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir bereits an Lösungen – Mit der uhb consulting Up-to-date bleiben.

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